Aus dem Leben eines Beagle

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Willi ist ein Beagle. Ein Beagle zu sein bedeutet, nett ausgedrückt, eigene Entscheidungen zu treffen. Unnetter könnte man es auch so sagen: Der Kerl macht (meistens), was er will. Er ist ein Dickkopf.

Selber schuld, sagt der Mann, mit dem ich zusammen lebe. Du hättest dir ja auch einen pflegeleichten Labrador zulegen können. Aber so schlimm ist es ja gar nicht.
Nachdem Willi und ich zwei Jahre lang heftige Diskussionen übers Jagen geführt haben, sind wir uns inzwischen immer öfter einig. Es lohnt sich einfach nicht, Rehe oder Kaninchen zu verfolgen, die man eh nicht kriegt. Es ist doch viel schöner, nach dem Spaziergang an seinen Napf zu gehen und dort sein Futter zu fressen.
Das zweite große Thema ist das Schlafen. Er hat ein wirklich gemütliches Hundebett. Warm, weich und es müffelt gut.
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Natürlich träumt er ständig davon, bei uns Menschen zu schlafen. Im Bett.
Manchmal erfüllen sich seine Träume, wenn eine unserer beiden Töchter bei uns zu Hause ist. Sie studieren in anderen Städten und sind nur sporadisch in Köln.
Yeah!, denkt Willi sich dann – geht doch – und behandelt mich für ein paar Tage wie Luft. Klar, ich bin dann immer noch zuständig für Futter und Spazierengehen, aber beschmust werden nur noch die Mädels. Die allerdings fangen schon bald an, sich nach ihrer anfänglichen Euphorie über das Wiedersehen mit dem Hundekind, zu beschweren, dass Willi sich im Bett so unverschämt breit macht und sie gar nicht mehr schlafen können.
Das sieht dann ungefähr so aus:
WilliCartoon

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