Auf Durchreise?!

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Vorgestern war ich zu der Probe eines Theaterstücks eingeladen, das in einzelnen Zimmern des Hotels Chelsea in Köln aufgeführt wurde.
Das Stück entstand anlässlich des Jubiläums der Ökoworld AG für deren Kund/innen und Mitarbeiter/innen.

Von der Rezeptionistin Erika (gespielt von Justine Hauer) bekam ich eine Karte mit den umrandeten Zimmernummern der Zimmer, die wir Zuschauer*innen in den einzelnen Etagen betreten durften.

Es war spannend, mich frei im Hotel zu bewegen und selbst zu entscheiden, welche Teile des Stückes ich erleben wollte. Es war immer nur eine Schauspieler/in in einem Raum und aus ihren Monologen, Telefongesprächen usw. setzte sich ihre aktuelle Lebenssituation zusammen. Wir saßen und standen in den Zimmern, wo gerade Platz war – nah bei den Schauspieler/innen. Manchmal kam ich mit ihnen in ein kurzes Gespräch: Der Blickkontakt animierte dazu. Im Zimmer 21 zog sich eine Zuschauerin ein zweites Kostüm an, das an einem Garderobenständer hing und spielte mit. Ich war leider nicht dabei.

Zimmer 21: der Schauspieler David Bur

Manches habe ich nicht verstanden oder nicht kombinieren können, weil ich einfach nicht da war, wenn die Schauspielerin bestimmte Dinge tat oder sagte – aber so ist “Auf Durchreise” gedacht. Jede/r erlebt ein anderes Stück. Wie im Leben auch.

Zimmer 53: der Schauspieler Tomasso Tessotori, neben ihm eine Zuschauerin (meine Freundin Heidi)

Wenn ihr mehr über das Stück und die Menschen, die es konzipiert und daran teilgenommen haben, erfahren wollt, ladet euch das Foto des Programms herunter.

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Schau mich an

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Ich habe an einem Wettbewerb innerhalb des Kölner Kurzfilmfestivals teilgenommen. In der Kategorie XXShorts Ströer Award sollte ein Film mit 20 Sekunden Länge ohne Ton erstellt werden. Habe ich gemacht und eingereicht. Er wurde mit vier anderen ausgewählt, um im September 2017 einen Monat lang auf den Infoscreens an den Bahnsteigen von U-Bahnhöfen zu laufen. Per Publikumsvoting wurde er schließlich zum Gewinnerfilm. Das hat mich sehr gefreut. Vielleicht mögt ihr ihn auch.

Schau mich an from Claudia Richarz on Vimeo.5

Was bleibt, ist die Veränderung

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Im letzten Jahr starb nach schwerer Krankheit meine frühere beste Freundin.

 

Kimmo Pohjonen fettesleben

Ehemalige Freundinnen und Freunde trafen sich bei der Trauerfeier, manche zum ersten Mal seit vielen Jahren.

Bald darauf schrieb mich meine frühere finnische Freundin an, dass sie nach Köln zu einem Konzert eines finnischen Musikers komme (von dem ich noch nie gehört hatte) und vorher würde sie mich gerne auf einen Kaffee treffen. Das hat mich gefreut – auch zwischen uns war irgendwann Funkstille. Weil wir einen bestimmten Konflikt immer wieder hatten. Und dann aufgehört haben, den Kontakt zu halten. Spontan kaufte ich mir für das Konzert von Kimmo Pohjonen eine Karte, ohne mir die Musik überhaupt mal anzuhören. Dann erfuhr ich über den Newsletter des Filmforum NRW, dass zwei Tage vor dem Konzert der Dokumentarfilm soundbreaker (von Kimmo Koskela) gezeigt wird.

 

 

Den habe ich mir angesehen. Er hat mich in in Gefühle und Gedanken entführt, die mich tief bewegt haben. Die fantastische Akkordeonmusik. Kimmo Pohjonens freier Umgang mit dem Instrument. Die verrückten Experimente, die er macht: Musik mit Landmaschinen? Geht’s noch? Sein Weg vom konventionellen Akkordeonspieler zum eigenen kreativen und ganz neuen Umgang mit dem Instrument und zur Komposition von Musik. Er setzt seine Stimme ein, nachdem er jahrelang nach einer Erfahrung als Kind in der Schule dachte, er könne nicht singen. An einer Stelle im Film sagt Kimmo Pohjonen, ob es für ihn das Richtige sei, was er mache, merke er daran, dass er sich dabei wohl fühle. So einfach kann es sein?

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“Jetzt erlebe ich, wovon ich immer geträumt habe”

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– sagt Niki Nakayama in der 6-teiligen Dokumentarserie „Chef’s Table“, die ich kürzlich auf Netflix gesehen habe. Sie porträtiert fünf Chefköche und eine Chefköchin der 50 besten Restaurants der Welt. Mit den üblichen Kochsendungen, die mich nicht interessieren, hat diese faszinierende und inspirierende Serie nichts zu tun. Es geht nicht um Rezepte, sondern darum, wie diese Chefköche im Leben stehen, wie sie dahin gekommen sind und wo sie jetzt sind. Alle folgten und folgen ihrer inneren Berufung und ihrer Leidenschaft.

„Uns ist allen nur eine gewisse Zeit gegeben, aus der wir etwas machen sollten. Ich fand es immer unsinnig, etwas zu tun, das sich nicht gut anfühlt“ (Magnus Nilsson, Folge 6).

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Fargo

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Die Serie „Fargo“ (2014) bezieht sich auf den gleichnamigen Spielfilm von Ethan und Joel Coen aus dem Jahr 1996 mit Frances McDormand in der Hauptrolle. Er ist einer meiner Lieblingsfilme, dessen Atmosphäre und Hauptdarstellerin mir immer lebendig vor Augen geblieben ist.

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