Fargo

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Die Serie „Fargo“ (2014) bezieht sich auf den gleichnamigen Spielfilm von Ethan und Joel Coen aus dem Jahr 1996 mit Frances McDormand in der Hauptrolle. Er ist einer meiner Lieblingsfilme, dessen Atmosphäre und Hauptdarstellerin mir immer lebendig vor Augen geblieben ist.

In Büchern und Filmen möchte ich weibliche Figuren antreffen, die mich inspirieren. Inspirierend finde ich starke, selbstbewusste, intelligente und fantasievolle Frauen.

Hier geht’s zum Trailer von “Fargo”.

Bisher habe ich die erste Folge der Serie, „The Crocodile’s Dilemma“ gesehen. Die Überschriften jeder Folge haben eine besondere Bedeutung. “Das Dilemma des Krokodils” ist ein dialektisches Paradoxon, also eine logische Verstrickung, die sich nicht auflösen lässt. Zurück zur Serie: Schauplatz ist die Kleinstadt Bemidji in Minnesota im Winter. Hauptfiguren sind eine junge Polizistin (Molly Solverson, gespielt von Allison Tolman), ein Auftragskiller (Lorne Malvo, gespielt von Billy Bob Thornton) und ein Versicherungsvertreter (Lester Nygaard, gespielt von Martin Freeman). Den kompletten Inhalt der Folge will ich hier nicht verraten, wer sich dafür interessiert, kann hier weiterlesen.

Am spannendsten ist für mich die Figur des Auftragkillers Lorne Malvo, ein Mann, der offensichtlich keine Moral und Angst kennt und mit Menschen wie Figuren auf einem Spielbrett spielt. Wenn er sie nicht erschießt, macht es ihm Spaß, sie zu manipulieren und zuzusehen, wie sie dann reagieren. Ob dabei jemand zu körperlichem oder seelischem Schaden kommt, ist ihm egal. Dabei sieht er gut aus, hat blitzende Augen, die Intelligenz ausstrahlen und manchmal ein liebes Lächeln im Gesicht. Sein merkwürdiger Haarschnitt (Topfschnitt) und seine unkonventionelle Art der Argumentation unterstreichen seine Existenz jenseits gesellschaftlicher Normen und Gesetze.

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Billy Bob Thornton als Lorne Malvo

Seine Respekt- und Furchtlosigkeit verleihen ihm eine machtvolle Aura, die er gewinnbringend einsetzt. Einen aufrechten Polizisten (Gus Grimly, gespielt von Colin Hanks), der ihn im Auto anhält, bringt er nur durch Blicke und die sanfte Drohung, seine Tochter solle doch nicht vaterlos aufwachsen, dazu, die Kontrolle abzubrechen und ihn weiterfahren zu lassen. Wir Zuschauer/innen wissen, er würde den Polizisten sofort und ohne Zögern erschießen, sollte er ihn am Weiterfahren hindern. Nicht nur, dass es Lorne Malvos Beruf ist, Menschen umzubringen – nein, er verbringt auch seine Freizeit damit, dann aber als eine Art Robin Hood. Er hilft mit seinen skrupellosen Methoden Menschen, die schikaniert werden und sich nicht wehren. So bringt er einen Peiniger des schüchternen Versicherungsvertreters Lester Nygard schon aus dessen Schulzeit um. Es ist gruselig, wie schnell und kompromisslos nicht nur Lorne Malvo die Grenze zu Mord, Totschlag, Sadismus und ähnlichen Verhaltensweisen überschreitet.

Die junge Polizistin Molly Solverson kommt ihm auf die Spur. Sie ist so sympathisch, dass man im Leben nicht möchte, dass die Beiden aufeinandertreffen.

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Allison Tolman als Molly Solverson

Aber so lange Lorne Malvo weiter mordet und Molly Solverson weiter ehrgeizig am Fall arbeitet, wird es irgendwann zu einem Showdown kommen. Folge 1 baut einen starken Konflikt mit starken Figuren auf, von dem ich unbedingt wissen will, wie er weitergeht. Achtung: es geht bisweilen sehr brutal und explizit zu. Wer das nicht abkann, sollte diese Serie meiden. Zum Trailer der Serie geht’s hier und Ausschnitte über Lorne Malvo gibt ‘s hier – Achtung, hier fließt ebenfalls viel Blut.

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2 Kommentare
  • Ralf Tzschoppe
    Januar 28, 2016

    Film ist fantastisch!
    Habe auch die 2 Staffeln gesehen, die ja vom Themenkonsens voneinander unabhängigig sind.
    1.Staffel ist auch geil, die 2. geht so!

    Gruß an alle
    rallef

    • Claudia
      Januar 29, 2016

      Habe mittlerweile die erste Staffel zu Ende gesehen und fand sie bis zu Ende richtig gut. Mit der zweiten habe ich angefangen, bin aber noch nicht so begeistert.

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